Kinder und Brille
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Sehschärfe und Brillenkorrektur

Die Sehschärfe  (der Visus) wird in 5 m Entfernung erhoben.

1. Beim Weitsichtigen (hyperop) treffen sich die Lichtstrahlen hinter der Netzhaut. Anatomisch gesehen ist das Auge zu kurz gebaut. Eine Sammellinse (Plus-Glas) gleicht die Weitsichtigkeit aus. Es vergrößert das gesehene Bild. Die Weitsichtigkeit kann lange allein ausgeglichen werden. Erste Probleme treten häufig in der Nähe auf. Unkorrigiert sind Kopfschmerzen und Lidrandentzündungen ebenfalls typische Symtome.

2. Der Kurzsichtige hat seinen Brennpunkt vor der Linse. Das Auge ist anatomisch gesehen zu lang gebaut. Ein Zerstreuungslinse führt zur richtigen Abbildung auf der Netzhaut (Minus-Glas) Sie verkleinert je nach Stärke das reale Bild. Diese Fehlsichtigkeit kann vom Auge nicht ausgeglichen werden. In der Ferne entsteht ein verschwommenes Bild. 

3. Die Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist eine vermehrte Brechung von Hornhaut oder Linse in einer Achse und wird durch Zylindergläser korrigiert. 

4. Bei der Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) verliert mit zunehmendem Alter (über dem 40. Lj.) die natürliche Linse die Fähigkeit, zu akkomodieren (=Fähigkeit des Auges, unter Zunahme der Brechkraft nahe gelegene Objekte auf der Netzhaut scharf abzubilden). Der Ausgleich erfolgt über eine Lesebrille (Sammellinse / Plusglas).

Bei stärkeren Fehlsichtigkeiten und Kindern sollten die Brillengläser aus Kunststoff bestehen. Sie sind leichter und bruchsicher, zerkratzen allerdings in der Regel eher. Bei Kindern sollte darüber hinaus auf gut sitzende Brillengestelle geachtet werden. Für den Sportbereich empfehlen sich Sportbrillen.

Die Tönung der Brille ist bei pathologischem Blendungsempfinden, Linsentrübung und nach Entfernung der Katarakt- Operation sinnvoll.


Gesetzliche Brillenglasverordnungen sind nur bis zum 18. Lebensjahr  oder beidseitiger Visusminderung unter 30%, für Kunststoffgläser nur bei Kindern bis zum 12. Lebensjahr oder Einäugigkeit möglich.

Die Brillenglasberatung vom Augenarzt garantiert  die Empfehlung für notwendige und sinnvolle Gläser. Begleitende Therapien  (anstehende Augenoperationen, aktuelle Blutdruck- oder Blutzuckereinstellung) werden berücksichtigt. Die Beratung und Rezeptierung ist kostenpflichtig.